Und was Sie anstelle dessen tun sollten
„Ich höre auf zu rauchen.“ „Ich lebe gesünder.“ „Ich pflege meine Freundschaften besser.“
Wie oft machen sich Menschen Vorsätze für das neue Jahr? Und wie viele von diesen Vorsätzen werden tatsächlich in die Tat umgesetzt? – Wenn Sie Studien glauben: Ein winziger Bruchteil. Die ganzen guten Vorsätze vom 31. Dezember sind nämlich meist schon wieder vergessen, wenn der Rausch am Neujahrsmorgen nachlässt.
Aber warum bloss? Ist das Ganze nur ein Schauspiel? Meine Erklärung ist: Die Tatsache, dass die Wirkung sich nicht einstellt, liegt im Wesen der Vorsätze selbst.
Von der Definition her sind Vorsätze Wünsche. Träume. Idealzustände. Ich könnte auch sagen: schöne Ideen, wo schon die Vorstellung reicht, um Ihnen gute Gefühle zu bescheren – zu denen Sie sich aber in keiner Weise verpflichtet haben.
Das sind Träume, die hoch attraktiv sind, die aber genauso schnell über Bord geworfen werden wie Sie sie geträumt haben. Was Sie also brauchen, wenn Sie etwas wirklich tun wollen, sind keine Vorsätze, sondern Ziele.
Im Gegensatz zu den Vorsätzen sind Ziele nicht nur attraktiv, sondern auch konkret und messbar. Es ist ein grosser Unterschied, ob Sie sagen „Ich möchte fit werden.“ oder „Ich nehme ab sofort die Treppe in den 10. Stock.“ Das Erste ist ein Wunsch, für dessen Umsetzung Sie erst einen Plan brauchen. Das Zweite ist ein Ziel, bei dem der Umsetzungsplan inbegriffen ist. Die Formulierung ist so gewählt, dass Sie die Zielerreichung überprüfen können.
„Bin ich fitter geworden?“ – „Hm, keine Ahnung.“
„Habe ich jeden Tag die Treppe in den 10. Stock genommen? – „JA!“
Wenn Sie möchten, dass im neuen Jahr etwas Neues passiert, dann lassen Sie die Vorsätze, Vorsätze sein. Und setzen Sie sich nur echte Ziele. Sie werden deutlich mehr davon haben.